Projekt Kolping-Kapelle
(aktualisiert am 09.05.2026)
Samstag, 9. Mai 2026
Die Kolping-Kapelle an der Asklepios-Klinik, Dudenhöfer Straße 7, wird eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben.
Ab 15 Uhr, Begrüßungsansprachen mit Kaffee und Kuchen.
18.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer Selzer. Dabei wird die Kapelle eingesegnet.
Live-Übertragung des Gottesdienstes: https://mediathek.jesus-begegnen.net
Weitere Livestreams: https://l.jb-networks.de/liveutmpfarrei


Rede von Thomas Knapp zur Eröffnung der Kolpingkapelle:
Liebe Gäste aus nah und fern, diese Kapelle ist eng mit der Vorgeschichte verbunden.
Nachdem das alte Krankenhaus Ende der 1970 Jahre abgerissen wurde, verlor es auch die alte Kapelle in der nahezu alle neugeborenen Seligenstädter unmittelbar getauft wurden.
Aufgrund eines Kreistagsbeschlusses verließen auch die Ordensschwestern das Krankenhaus, welche Jahrzehnte lang die Menschen hier für Gottes Lohn pflegten.
Über vierzig Jahre hatte das Krankenhaus keine Kapelle. Erst mit dem Neubau der Geriatrie im Jahr 2008 wurde wieder ein Geistlicher Andachtsraum eingerichtet.
2014 baute die EVO einen neuen Trafoblock als Ersatz für die bestehende rund 100 Jahre alte Trafostation, die mit dem Turm und dem Langhaus bereits wie eine Kapelle aussieht, mit dem Ziel diese abzureisen.
So ergab sich die große Gelegenheit, aus dem alten Trafohaus, welches auf dem Krankenhausgelände steht, dieses in eine Kapelle für die Patienten und deren Angehörigen umzubauen.
Zunächst mussten alle Beteiligten, EVO, Klinik, Kolping und Grundstückseigentümer, von der Idee überzeugt werden und die rechtliche Grundlage dafür geschaffen werden.
Dies kostete rund 5 Jahre, sodass am 19.03.2019 (Josefstag) die Schlüssel von der EVO an die Kolpingsfamilie übergeben wurden. So startete mit Unterstützung von zahlreichen Seligenstädter Handwerkern, bei denen wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken, die Interessengruppe aus der Kolping den Umbau.
Im Verlauf wurden zahlreiche Ideen entwickelt und umgesetzt. Hilfreich war es, dass im Kloster bzw. im Museumsfundus viel historisches Material, wie z. B. die Fensterscheiben von 1870, sowie die barocken Holzwolken aus der Basilika vorhanden sind und so eine sichtbare Wiederverwendung gefunden haben.
Im vergangenen Jahr wurde von Kolpingbruder Josef Ruppel aus einem Teil der Kupferstromschienen ein Turmkreuz geschaffen und auf dem First montiert.
In der östlichen Wand befindet sich das Rundbogenfenster mit dem Motiv vom himmlischen Jerusalem, eingerahmt von den Holzwolken, aus denen 3 Stromschienen vom alten Trafohaus herauskommen und an der Decke des Langhauses entlang laufen, um in der Transformationsanlage zu münden.
Sinnbildlich kommt die Energie von Gott aus dem Himmel auf die Erde und wird auf die Menschen in der jeweiligen Stärke, wie diese gebraucht, bzw. verkraftet wird, transformiert.
So bekommt der Begriff EVO (Energieversorgung Offenbach) eine ganz neue Bedeutung, nämlich Energie von oben.
Dankbar sind wir unserem Pfarrer Selzer (Pfarrei St. Marcellinus & Petrus), der uns die historische Herz-Jesu Figur für die Kapelle zur Verfügung gestellt hat. Die Kolpingsfamilie freut sich, den Menschen, die aus welchen Gründen auch immer sich im Krankenhaus befinden, diese Kapelle zur Verfügung stellen zu dürfen.
Wir danken Gott unserem Herrn, auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria, dem heiligen Josef (Patron vom Kolpingwerk), unseren Schutzheiligen von Seligenstadt Marcellinus und Petrus, dem seligen Adolph Kolping für den gelungenen und unfallfreien Umbau.
Übrigens: Die Kolpingsfamilie Seligenstadt, ist ein Teil des weltweiten katholischen Sozialverbandes (der aktuell in 70 Ländern, mit rund 400.000 Mitgliedern vertreten ist), der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Freude und Leid mit den Menschen zu teilen und sich überall wo es notwendig ist sich für die Menschen einzusetzen.
So stehen sinnbildlich die Farben Orange für die Freude und Schwarz für das geteilte Leid im Leben und drücken aus, dass das gesamte Leben gemeinschaftlich besser gelingt.
Wollen wir nun die Kapelle eröffnen und ihrem Zweck übergeben.




Werdegang vom EVO-Trafohäuschen zur Kolping-Kapelle:

Die Kolping-Kapelle ist fertiggestellt.
Ansicht von der Dudenhöfer Straße.
Das Kreuz wird auf dem Kapellenturm angebracht


Das Kreuz für die Kapelle wurde in der Kirche St. Marien gesegnet.
Josef Ruppel (mitte) hat es aus den Kupfer-Stromschienen des ehemaligen EVO-Trafohäuschens gefertigt und am unteren Ende mit einer glänzenden Edelstahlkugel versehen.
Der Zugangsweg zur Kapelle wird gepflastert.


Im Innenraum der Kapelle werden die Wolken aus der Basilika probeweise installiert.
Die Umrandung aus Sandstein wird bei der Eingangstür angebracht.

Tag der offenen Baustelle am 09.09.2023, 11- 17 Uhr
Zusammen mit dem Tag der offenen Türen der Asklepios Klinik ist auch die Kolping-Kapelle zur Besichtigung geöffnet.
Tag der offenen Baustelle am 15.10.2022

hinten v.l.: Thomas Isser (Kolping DV), Bernd Gaube (Kolping DV), Thomas Knapp, Richard Fecher, Yvonne Hutzler (PGR), Norbert Dautzenberg (Lions Club), Joachim Rühl, Reinhard Stang,
Ewald Müller, Hans Wurzel, Gerhard Klein, Holger Allmenroeder (Pfarrer), Josef Garrecht (PGR)
nicht im Bild: Daniell Bastian (Bürgermeister), Michael Gerheim (Erster Stadtrat), Winfried Disser (Pfarrvikar), Ludwig Siemes (Pfarrvikar)
Zum “Tag der offenen Baustelle“ der Kolping-Kapelle an der Asklepios-Klinik (Dudenhöfer Straße 7) informierten sich viele Interessenten über den aktuellen Stand der Umbauarbeiten vom EVO-Stromhäuschen zur Kolping-Kapelle. Es gab Gelegenheit, den Bau zu besichtigen und Antworten auf Fragen zu erhalten.
Zu sehen waren einige, von Joachim Rühl restaurierten historischen Bleiglas-Kirchenfenster der Basilika und eine 100 Jahre alte Tür am Haupteingang der Kapelle.
Unser besonderer Dank gilt den Firmen Schlosserei Rühl, Bauunternehmen Sprey, Glaserei Lewicki, Fußbodentechnik Stiebitz, Elektrotechnik Scheib, Schreinerei Kemmerer, Fliesen Heppenheimer und den vielen ehrenamtlichen Helfern für den tatkräftigen Einsatz an der Baustelle.
Zur Finanzierung ist die Kolpingsfamilie Seligenstadt e.V. auf Spendengelder angewiesen. Konto: IBAN: DE97 5065 2124 0001 0022 29, Verwendungszweck: Kolping Kapelle.

Bleiglasfenster, restauriert von Joachim Rühl.
Die Gläser stammen von den historischen Bleiglas-Kirchenfenstern im Hochchor der Einhard-Basilika.
Laufende Arbeiten:
Herkunft der Wolken:
Der Hochaltar, der einst im Mainzer Kartäuser Kloster 1715 hoch aufragend in einem gotischen Chor stand, wurde nach der Auflösung Ende des 18. Jahrhunderts nach Seligenstadt verkauft und konnte hier nicht in der ursprünglichen Höhe aufgestellt werden. Besonders betraf dies den goldenen Wolkenaufbau in deren Mitte der heilige Geist in Form einer Taube schwebte. Heute ist nur noch diese hölzerne Taube, von dem sich öffnenden Wolkenkreis geblieben. Mit Sicherheit kann der Seligenstädter Künstler Joachim Rühl sagen, dass die Holz geschnitzten Elemente in der Basilika über dem steinernen Hochaltar montiert waren, denn es wurden Wolken neu angepasst, indem diese abgesägt und Löcher in die Blattvergoldung gestemmt wurden. Um 1880 im Zuge der Ausmalung der jetzigen Pfarrkirche, musste der sehr gestauchte Himmel weichen. Dieser wurde im Seligenstädter Kloster eingelagert und die schweren Teile blieben 142 Jahre lang liegen und erlitten in der Klosterscheune einen Wasserschaden.
Die aufwändige Kreide Grundbeschichtung des Vergolders und eine starke Rissbildung machen dem Restorator JR zu schaffen. Mit Holzstreifen müssen die Lücken gefüllt werden, bevor diese mit eigens bei der Schlosserei Rühl angefertigten Traversen in der zukünftigen Altarwand angebracht werden können.

Im August 2022 wurden in den Fensteröffnungen die Kolping-Banner angebracht.
Diese werden später durch die Bleiglasfenster ersetzt.
EVO-Stromhäuschen adieu! – Grüß Gott, Kolping-Kapelle
Kapellenfenster & Torbögen sind fertig gemauert
Im Zuge des Umbaus vom EVO-Stromhäuschen hin zur „Kolping-Kapelle“ an der Asklepios-Klinik hat die federführende Kolpingsfamilie Seligenstadt gute Neuigkeiten zu vermelden. Auf Grundlage der Pläne des Seligenstädter Architekturbüros Post schreitet die bauliche Umsetzung an der Dudenhöfer Straße 7 zügig voran.
In der Osterwoche begann die Firma Sprey Bauunternehmen GmbH, Seligenstadt, mit den Wand-Durchbrüchen. Die aktuellen Baumaßnahmen betreffen die Gebäudefront zur Dudenhöfer Straße sowie den Innenraum der künftigen Kapelle an der Asklepios-Klinik.
Bild 1: Ansicht der künftigen Kolping-Kapelle an der Dudenhöfer Straße, Höhe Asklepios-Klinik. Drei schlanke, spitz zulaufende Fenster spenden künftig das Licht für den Andachtsraum im Innern.


Der Zugang zur Kapelle liegt auf dem Asklepios Klinik-Gelände. Die Eingangstür befindet sich auf Höhe der Geriatrie-Station des Klinikums. Dies bietet große Vorteile für Besucher aus dem Klinik-Bereich, denn zwischen Geriatrie-Ein-/Ausgang und der Eingangstür zur Kapelle liegen nur wenige Meter. Selbst bei schlechtem Wetter können Besucher aus der Klinik nahezu trockenen Fußes in den Andachtsraum der Kolping-Kapelle gelangen. Ein Gebet verrichten, eine Kerze anzünden, einen Moment verweilen – dafür ist die Kapelle ein schöner, gut erreichbarer Anlaufpunkt.
Bild 2: Der künftige Eingang der Kapelle befindet sich auf dem Gelände der Asklepios-Klinik, nur wenige Meter vom Ein-/Ausgang der Geriatrie-Abteilung entfernt. Im Bild v. l.: die Seligenstädter Kolping-Aktiven Heinz Wenzel, Thomas Knapp und Horst Happel.

Nach Öffnen der Eingangstür betreten künftige Besucher den schmalen Innenraum mit „Langschiff-Charakter“. Einprägsam präsentiert sich der im Innenraum hoch gemauerte, oben spitz zulaufende Toreingang.
Bild 3: Blick ins Innere der Kolping-Kapelle: Durch den neu gemauerten Torbogen geht der Blick in den schmalen lang gestreckten Andachtsraum. Im Bild v.l.: Stephan Sprey, Geschäftsführer der Bauunternehmung Sprey GmbH und Mitarbeiter.

Von dort genießt man den direkten Blick auf den kleinen Altar mit dem Licht spendenden Hochfenster.
Bild 4: Ein Design-Schmankerl: der von Firma Sprey neu gemauerte Torbogen im Innern der Kapelle.

Drei schlanke, oben spitz abschließende Fenster an der Gebäudefront zur Dudenhöfer Straße geben bereits einen Vorgeschmack davon, wie sich das Kapellen-Gebäude dem Auge des Betrachters darbieten wird.
Bild 5: Die Gebäudefront der künftigen Kolping-Kapelle zur Dudenhöfer Straße. Im Bild v. l.: Heinz Wenzel, Horst Happel und Thomas Knapp von der Kolpingsfamilie Seligenstadt.

Ein Blick um die Gebäude-Ecke verstärkt diesen Eindruck: Die schmale Gebäudeseite, mit Blick auf den Seligenstädter Wasserturm, ist geprägt durch die besonders hohe Fensteraussparung. Das von dort einfallende Licht wird künftig den kleinen Altar im Innenraum der Andachtskapelle in ein schönes Licht rücken.
Bild 6: Blick auf die Stirnseite des Gebäudes mit dem prägenden Hochfenster. Die Aktiven Heinz Wenzel und Horst Happel begutachten den gemauerten Fenster-Durchbruch.
Der Plan der Initiatoren sieht vor, historische Fenster aus dem Abbruch der früheren Fenster am Hochaltar der Einhard-Basilika in das Fenster-Konzept einzubringen. Die historischen Fenster werden im Moment aufgearbeitet und für den künftigen Verwendungszweck vorbereitet.
Doch zuvor muss der Glasermeister tätig werden. Um einen stabilen, gegen Wind und Wetter gefeiten Gebäude-Abschluss zu erzielen, ist eine grundlegende Fensterverglasung vorgesehen. Die historischen Fenster aus der Einhard-Basilika werden sodann auf die stabile, moderne Verglasung „aufgesetzt“. Wie sich aus dieser Beschreibung bereits erahnen lässt, ist die Gebäude-Verglasung ein wesentlicher Faktor bei der Umsetzung des Kapellen-Projekts.
Die erhaltenswerten Bleiglas-Kirchenfenster bedürfen einer zusätzlichen, modernen Verbundglas- Fenstertechnik. Für diesen kostenintensiven Teil der Umbauarbeiten wie auch für die anderen Umbaumaßnahmen sind zweckgerichtete Spenden zum Gedeihen des Kapellen-Projekts hoch willkommen!
Das Spendenkonto:
Kolpingsfamilie Seligenstadt
Verwendungszweck: Kolping Kapelle
IBAN: DE97 5065 2124 0001 0022 29
Entkernung des Trafo-Häuschens:






Plan der zukünftigen Kolping-Kapelle:


Ansichten und Durchsichten
links: von Osten, rechts: von Westen

Es soll zu einer Kapelle umgebaut werden.
